Weil man dann und wann Einen Braten essen kann

Mancher gibt sich viele Müh’
Mit dem lieben Federvieh;
Einesteils der Eier wegen,
Welche diese Vögel legen;
Zweitens: Weil man dann und wann
Einen Braten essen kann;

Drittens aber nimmt man auch
Ihre Federn zum Gebrauch
In die Kissen und die Pfühle,
Denn man liegt nicht gerne kühle.
(Wilhelm Busch 1865)

Der Gedanke, Kampfhühner als Hühnerfleisch zu betrachten und statt einer traditionellen Weihnachtsgans zu verspeisen, passt nicht wirklich zu meinem Verständnis von Kampfhühnerzucht. Dabei wird der Verzehr von Shamo-Fleisch als eine ausgesprochene Delikatesse von japanischen Gourmets gepriesen und verleiht natürlich Gesundheit, Kraft, sowie Erfolg im Business (Kampfhühnerzucht?).

Shamo-Fleisch gibt’s auch hübsch abgepackt im Supermarkt:

shamo-fleisch

(Bildnachweis: Dank an Werner Lamkemeyer – Gamefowl-Info – für dieses Bild.)

Ich verspüre keinen Appetit, aber: Würde oder hat jemand von euch schon mal (s)ein zartes Kampfhuhn gegessen?

Umfrage zur Ernährung von Kampfhühnern

Die Ernährung von Kampfhühnern wurde bereits viel und häufig, auch sehr persönlich und kontrovers diskutiert.

So gibt es Verfechter von Premium-Futtersorten, die ihre Kämpfer ausschließlich mit pelletiertem Futter ernähren, einige die auf Mischfutter aus Legemehl und Körnern (Gerste, Weizen) setzen und wiederum Verfechter von Körnermischungen plus Küchenabfällen. Beim Thema Legemehl kommen dann noch Vorbehalte gegen dessen Verfütterung aufgrund der enthaltenen tierischen Nebenstoffe aus verendeten Tieren und Fettresten aus Imbissbuden dazu. Die Verfütterung von Legemehl soll angeblich selbst den Geschmack der Eier verschlechtern, …

Erstmal interessiert es mich einfach generell, wie Ihr eure Kämpfer ernährt. Dazu könnt Ihr an der Umfrage in der rechten Spalte teilnehmen. Eine spätere Bewertung mit “richtig” oder “falsch“, “modern” oder “altertümlich” soll es nicht geben.

Ihr könnt natürlich zusätzlich eure Meinung mit einem Kommentar hinterlassen.

Der Ursprung der Tuzo bleibt bis heute ein Geheimnis.

Man vermutet zwar, dass diese Rasse aus Japan stammt, doch wurde sie nie eindeutig in japanischen Publikationen der Vergangenheit und Gegenwart erwähnt. In einer Publikation von 1800 eines japanischen Autors namens Ranzan Ono werden “kleine Shamo als Tuzi benannt”. Vielleicht wurde aus dem früheren japanischen Namen “Tuzi” das heutige “Tuzo”, aber wie gesagt, es gibt in der Literatur keinerlei Beweise für die Herkunft der Tuzo.

Nach Ansicht der Japanischen Geflügel Gesellschaft (Japan Poultry Society) ähnelt der Nankin-Shamo (japanisch: nankin = niedrig zum Boden) am ehesten dem Tuzo. Dies ist auch der einzige kleine Shamo ohne Garnelen-Schwanz.

Falls jemand eine andere Auffassung über den Ursprung der Tuzo hat, Hinweise aus der Literatur geben kann oder eigene Vermutungen aufstellen möchte, nur zu: Schreibe einfach ein Kommentar.