Ko Shamo

Herkunft Japan. Erstmalige Anerkennung in Deutschland 1990 unter der Bezeichnung Ko Gunkei.

Rassestandart

Gesamteindruck: Hochaufgerichtetes, sehr lebhaftes, kleines Kampfhuhn, mit markant ausgeprägter Rücken- und Schulterpartie und kämpfertypischen ausdrucksvollen Kopfpunkten, sowie scharfem Blick.

Rassemerkmale 1,0:

Rumpf: breit, aufgerichtet getragen; nach hinten verjüngt; knapp befiedert.

Hals: lang; oben kräftig und leicht gebogen; zum Körper hin etwas schmaler werdend; fast senkrecht getragen; der Behang ist kurz und reicht nach vorne, bis an die Kehlwamme.

Rücken: breit; mittellang; gerade; zum Schwanz hin stark abfallend und schmaler werdend.

Schultern: breit; nach außen deutlich hervorstehend; in Verbindung mit der markanten Rückenpartie wird von Schulter zu Schulter eine querverlaufende 5-Bogen-Linie erkennbar.

Flügel: kurz und kräftig; deutlich abgesetzter Flügelbug; fest anliegend getragen; durch die knappe Befiederung ist der Flügel zwischen Hand- und Armschwinge offen.

Sattel: kurz und knapp befiedert.

Schwanz: kurz; gesenkt getragen; die Hauptsicheln leicht nach unten gebogen; die unteren zwei bis drei Steuerfedern sind nach oben gebogen und ragen seitlich etwas heraus.

Brust: breit und voll; nach vorne und zum Flügelbug gut gerundet; straff bemuskelt; durch die knappe Befiederung tritt das Brustbein nackt und rotleuchtend hervor.

Bauch: straff; knapp entwickelt und wenig hervortretend.

Kopf: groß; breit; Schädel über den Augen hervortretend; mit ausgeprägten, nach hinten offenen Augenwülsten; Hinterkopf gut gerundet.

Gesicht: groß; fleischig; rot; wenig befiedert.

Kamm: Walnusskamm; gut gerundet; fest und breit aufsitzend; nahezu flache Oberseite; den Schädel seitlich nicht überragend.

Kehllappen: sehr klein; wenig ausgebildet; die Kehlwamme nicht überragend.

Kehlwamme: ausgeprägt, insbesondere bei Alttieren; rot.

Ohrlappen: gut entwickelt; rot.

Augen: groß; perlfarbig; gelblich bis orange bei Jungtieren gestattet.

Schnabel: kurz und kräftig; gut gebogen.

Schenkel: gut mittellang; sehr muskulös und stark hervortretend.

Läufe: mittellang; gerade; mehrreihige und feine Schuppenbildung bis an die Zehenansätze reichend; kantig erscheinend.

Zehen: kurz; kräftig; gut gespreizt und gerade.

Gefieder: kurz; hart; sehr knapp und fest anliegend.

Rassemerkmale 0,1:

Entsprechend 1,0 , bis auf geschlechtsspezifische Merkmale gleichend, jedoch nicht ganz so aufrecht in der Körperhaltung. Ein Augenmerk hier sollte ebenfalls für eine 0,1 ausge-prägte Kammbildung sein.

Ringgröße: 13 bei 1,0 und 11 bei 0,1

Gewicht: 800 – 1000 Gramm bei 1,0 und 600 – 800 Gramm bei 0,1

Legeleistung: 70 Eier

Bruteigewicht: 30 Gramm

Eifarbe: Cremefarbig bis bräunlich

Farbschläge:

Geringe Abweichungen in Farbreinheit und Zeichnung sind, zu Gunsten von Typ und Form, von untergeordneter Bedeutung. * Sie sollten jedoch zumindest für ein Geschlecht (im Ideal für 1,0) als gefestigt anzusehen sein, um über Linienzucht und Tausch wertvollerer 1,0 seinen Zuchtstandart auch über Jahre zu wahren.

Gold- weizenfarbig:

1,0: Kopf goldbraun; Hals- und Sattelbehang dunkel- goldgelb ohne Schaftstrich; Schulter und Rücken goldrot; Handschwingen schwarz mit braunem Außensaum, Armschwingeninnenseite schwarz, Außenseite braun, das Flügeldreieck bildend; Flügelbinden, Brust, Bauch, Schenkel und Schwanz schwarz.

0,1: Kopf und Halsgefieder rötlichbraun, geringe mattschwarze Einlagerungen im Halsbehangende gestattet; Mantelfarbe weizenfarbi; Brust und Schenkel hell-semmelfarbig. Schwingen dunkel weizenfarbig mit schwarzbraunen Einlagerungen auf der Innenfahne.
Lauffarbe gelb. Schnabelfarbe gelb bis gelblichhornfarbig

Grobe Fehler 1,0: Schwarzes Flügeldreieck; zu wenig goldrot im Rücken und Flügeldecken; Zeichnung auf der Brust.

Grobe Fehler 0,1: Zu helle oder zu braune Mantelfarbe; Rieselung im Mantelgefieder. Starker Schilf bei beiden Geschlechtern.

Blau-weizenfarbig: 1,0 sowie 0,1 wie Gold-weizenfarbig, jedoch Blaueinlagerung anstelle von Schwarz.

Lauffarbe gelb. Schnabelfarbe gelb- gelblichhornfarbig.

Grobe Fehler 1,0: blaues Flügeldreieck und Zeichnung auf der Brust; zu wenig goldbraun auf Rücken und Flügeldecke.

Grobe Fehler 0,1: Zeichnung im Mantelgefieder.

Allgemein: Zu helles, oder zu dunkles Blau; starker Schilf.

Silber-weizenfarbig:

1,0: Kopf goldorange; Hals- und Sattelbehang goldgelb, nach unten bräunlich, mit silbriger Säumung; Rücken und Flügeldecken satt orange; Armschwingen und Innenfahnen schwarz, Außenfahnen gelblichweiß, nach innen bräunlicher Überlauf gestattet, das Flügeldreieck bildend; Handschwingen schwarz mit angedeutetem weißem Außenrand; Große Flügeldeckfedern (Binden) schwarz mit bräunlichgrünem Glanz; Brust, Bauch, Schenkel und Schwanz schwarz.

0,1: Kopf weizenfarbig, Halsbehang matt braun mit silbriger Säumung; geringe mattschwarze Einlagerungen im unteren Teil gestattet; Rücken und Mantelgefieder hell weizenfarbig, Flügeldreieck Idee dunkler; Schwingen weizenfarbig mit schwärzlichen Einlagerungen auf den Innenfahnen; Brust, Bauch und Schenkel elfenbeinfarbig. Schwanz grauschwarz mit bräunlicher Schattierung.

Lauffarbe gelb. Schnabelfarbe gelb bis gelblichhornfarbig.

Grobe Fehler 1,0: Fehlende Silbersäumung im Hals und Sattelbehang; Zeichnung auf der Brust; schwarzes Flügeldreieck, zu wenig Orange im Rücken und den Flügeldecken.

Grobe Fehler 0,1: Fehlende Säumung im Halsbehang; zu helle, mehlweiße Mantelfarbe; Rieselung im Mantelgefieder.

Allgemein: Starke Schilfbildung

Weiß: Beide Geschlechter rein weiß, leicht gelblicher Anflug im Behanggefieder des 1,0 gestattet

Lauf- als auch Schnabelfarbe sind rein gelb.

Grobe Fehler Allgemein: Starker gelber Anflug, zahlreiche andersfarbige Federn im Gefieder.

Schwarz:
Beide Geschlechter schwarz mit satt-smaragdgrünem Glanz.

Lauffarbe divergiert zwischen reingelb und gelb mit starkem dunklen Anflug. Schnabelfarbe reingelb bis gelblich mit dunklem First.

Grobe Fehler 0,1: Zeichnung im Mantelgefieder.

Allgemein: Viele rote Federn im Halsbehang.

Anmerkung: Solch ein Tier ist, bei gehaltvollem Typ und Form, insofern als wertvoll zu erachten, als dass eine Überzeichnung des Halsbehangs bei 1,0 sich, aufgrund der Überlagerung der Glanzradien (was letzten Endes den Rotstich ergibt), eignet, um einen gefestigten und satten Grünglanz in 0,1 zu vererben. (Aus: “Vererbung bei Hühner und Tauben“ von Friedrich Regenstein,erschienen 1972)

Schwarz-rot:
1,0: Tiefschwarz mit Grünglanz; Kopf-, Hals- und Sattelbehang satt goldrot und mit kräftiger schwarzer Schaftstrichzeichnung in den Behängen; Schultern braunrot.

0,1: Schwarz mit Grünglanz; Kopf und Halsbehang satt goldrot mit kräftiger Schaftstrichzeichnung; Rotbrauner Saum im Vorderhals gestattet.

Lauffarbe gelb mit starkem dunklen Anflug. Schnabelfarbe gelblich mit dunklem First.

Grobe Fehler 1,0: Braun im Flügeldreieck
Grobe Fehler 0,1: Braun im Mantelgefieder

Gesperbert:
Jede Feder im mehrfachen Wechsel von dunkelschiefergrau und hellgraublau, leicht bogig quer gesperbert, bei 1,0 gleichmäßig gelagert, bei 0,1 mäßig breiteres Sperberfeld.

Lauffarbe gelb, Schnabelfarbe gelblichhornfarbig.

Grobe Fehler: Allgemein: Stark ungleichmäßige Sperberung; Rost; Schilf.

Die nachfolgende Rassebeschreibung basiert auf den Beschreibungen Herrn Andreas Niehsen/ Nettetal aus den 90er Jahren und gilt nicht für die heutige Farbgebung.

Gelb mit schwarzem Schwanz:
“Das ist eine ganz simpel: Der Hahn ist reingelb mit möglichst intensiven Lackschwarz im Abschluss, die Henne erscheint reingelb“
Diese Beschreibung ist genauso einfach, wie auch züchterich schwierig umzusetzen. Leider hat sich dieser Farbschlag etwas weiter von dem mir bekannten Stand der 90er Jahre entfernt und gehört mittlerweile zu den eher seltenen Farbschlägen. Nachfolgend möchte ich die mir bekannte Typenbeschreibung folgen lassen:
1,0: Kopf goldgelb; Hals- und Sattelbehang satt gelb;. Rücken und Flügeldecken satt gelb; Hand Armschwingen gelb, Innenfahnen gelb mit leichtem Schwarzanflug, Außenfahnen gelb, sodass der geschlossene Flügel reingelb erscheint; Große Flügeldeckfedern satt gelb; Brust, Bauch, Schenkel gelb, Schwanz rein schwarz mit starkem Lack.

0,1: Im Gesamterscheinungsbild rein gelb, jedoch geschlechtsbedingt weniger intensiv. Eumelanineinlagerung nur angedeutet und als Reserve in den Schwanzenden als Verdünntfarbe eingelagert (Hier möchte ich erneut auf Regenstein verweisen).

Lauffarbe reingelb. Schnabelfarbe reingelb.

*Die Schwierigkeit in diesem Farbschlag liegt in der Suche nach der Formel für Schwarz mit möglichst intensiver Sättigung, nur im Schwanz situiert (also ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem Verhinderungsfaktors V und E) und dem satten Gelbton (man sprach von Isabellgold) am Rest des Tieres. Phaeomelanin verhält sich ggü. Eumelanin rezessiv, ist jedoch dominant ggü. Weiß. Aus dieser Formel heraus ist abzulesen, dass es schwierig ist, zum einen das Schwarz nur im Schwanz zu halten und zum anderen das Gelb möglichst satt ausgeprägt zu sehen.Der Erbgang folgt dem für Rot, mit der Aus-nahme, dass für Gelb der Ausfärbungsfaktor negativ ist.

Grobe Fehler 1,0: Sichtbares Schwarz im Flügeldreieck; Schwarz im Kopf, Halsbehang oder Brust: alles andere als Gelb in Rücken und Flügeldecken; gelblicher Anflug im Schwanzgefieder

Grobe Fehler 0,1: Zu helle Mantelfarbe*

Grobe Fehler Allgemein: Rieselung im Mantelgefieder. Schilf bei beiden Geschlechtern. Eumelanineinlagerung in Bein und Schnabel.

*diese 0,1 eignen sich jedoch, um einer Abdunklung bei 1,0 in der F^n entgegen zu wirken.

Nachfolgend der heutige Zuchtstand:

Gelb mit schwarzem Schwanz:
1,0: Kopf, Hals-, Rücken- und Sattelgefieder orangegelb; Flügeldecken rötlich gelb. Brust-, Bauch- und Schenkelgefieder satt gelb; Hand- und Armschwingen gelb mit schwarzer Innenfahne, sodass der geschlossene Flügel gelb erscheint; Steuerfedern schwarz, nach dem Grund hin gelb durchsetzt. Haupt- und Nebensicheln schwarz, schmale gelbe Säumung erwünscht*; Untergefieder gelb.

0,1: Körpergefieder möglichst gleichmäßig gelb, jedoch weniger intensiv als bei 1,0; Schwarze Zeichnung wie bei 1,0; Untergefieder gelb.

*Diese Verdünnung sollte jedoch insofern mit kritischem Auge betrachtet werden, als dass dieses Merkmal in der Nachzucht den stabilen Anteil von 1,0 mit reinschwarzem und lackreichem Schwanz verringern kann.

Grobe Fehler: 1,0: Schwarz in der Außenfahne der Arm- und Handschwinge orangegelbes Untergefieder
Grobe Fehler: 0,1: Starke Abweichungen im Mantelgefieder.
Grobe Fehler Allgemein: Starke, schwarze Zeichnung im Halsbehang, zu dunkle oder zu rote Deckenfarbe beim Hahn,fehlendes Schwarz in den dafür vorgesehenen Feldern; Schilf.
Lauffarbe gelb. Schnabelfarbe gelb.

Weiterhin gilt in der Haltung der folgende Grundsatz: Ausläufe müssen über ausreichend Schatten verfügen, da sich die Farbe als sehr empfindlich gegenüber starker Sonnen-einstrahlung darstellt und zur Aufhellung neigt.

Rassebeschreibung
In den 80er Jahren importierten Herr Peter Bochmann/Deutschland und Herr Geert Coppens/ Belgien (dieser Herr erzüchtete mitunter, in Kooperation, auch den weißen ZwergAsil, der dann auch direkt im ersten Anlauf alle Anerkennungsvoraussetzungen bestand) Bruteier aus Japan nach Deutschland. Das Ausführen von Tieren war damals schon ein schwieriges und meist auch unmögliches Unterfangen. Ursprung dieser Rasse und der der Chibi ist der japanische Tosa Chibi, reinerbig ein seltener Typ, der kleiner, kompakter und gedrungener, aber auch ruhiger ist und ursprünglich aus der Stadt Tosa (Koochi) stammt. Es wird angenommen, dass diese Kämpferfamilie in der Epoche des Edoshogunats (1603-1867), als auch die niederländischen Ostindienkompanien Handel mit Japan und Indien tätigten, in Japan eingeführt wurde. In der Publikation von Hyo Oana (1951) wurden sie von Echigos -, Yamato-, Chibi-, Nankin-Shamo und Kinpas unterschieden. Die ersten Ko Shamo waren nur an ihrem Typ erkennbar und hatten eine kaum nennens-werte Farbgebung, wurden aber relativ schnell besser. Die erste fester etablierte Farbe war die Gold-weizenfarbige, ein ordentlicher Hahn wurde damals mit fast schon unglaublichen Summen von ungefähr 1.000 Deutsche Mark (und die, die die DM noch kennen, wissen wovon ich spreche…) gehandelt. Ob dieser Tatsache war der Ansturm auf diese Rasse schon fast vorprogrammiert. Diese erste Generation wurde in Deutschland unter dem Namen “Ko Gunkei“ bekannt gemacht und anerkannt, im Heimatland war dieser Name jedoch nicht geläufig. Im Jahr 1990 nahm der Standard den Namen Ko Shamo in sein Register auf. Aufgrund der im deutschen Standard festgelegten Grundsätze über Gefieder und dessen Ausbildung, wurden mit u.a. Altenglischer Zwergkämpfer, Zwerg-Inder und Zwerg-Malaie fremdgezüchtet, um die der Rasse eigenen Flügellücke (fehlende Ausprägung der Axialfeder) zu revidieren. Amüsant ist, dass es sogar Einkreuzungen mit Yamato Gunkei gab, um als Beispiel die Kopfpunkte zu “verbessern“. Das Resultat aus “Verbesserung“ des Typs und der Farbe und der, aus dem Geldwert entstehenden, Geldgier, aber auch der nicht einheitlichen Bewertung der Ausstellungstiere, war eine vorprogramierte Formen- und Typenvielfalt, die selbst dem Laienaugen deutliche Unterschiede aufwies. So war ein Ko mit S-förmigen Halsverlauf, der auf einer Ausstellung ein hv-96 machte, durchaus ein Wunsch eines anderen Richters (der nur den nach vorne angedeuteten Halsstand kannte, oder noch schlimmer, präferierte), der damit den Bereich des sg nie überschreiten würde. Diese Schwierigkeiten, in Kombination mit großen Zuchtausfällen, bedingt durch Tod (starke Krankheitsanfäligkeit bei Küken, z.T. durch fehlende Vitalität hineingezüchtet) und die auslesende Hand des Züchters führte alsbald zum Rückgang der Ausstellungszahlen und Zuchten. Im nächsten Abschnitt möchte ich näher auf die Merkmale dieser kleinen Giganten eingehen. Ich hoffe auf ein geneigtes Auge des Lesers, da sich der Züchterkreis gern uneins ist und jeder seine eigenen Zuchtansätze gerne verfolgt sehen würden. Züchten heißt, seine Kenntnisse zu erweitern/vertiefen und ist somit ein ständiger Prozess des Lernens. Wenn jemand etwas beizutragen hat, was den Züchtern in ihrem Dasein weiterhilft, dann immer her damit. Letzten Endes geht es allein um unsere Lieblinge, Züchterstreitereien hin oder her. Als 1852 in Görlitz durch Robert Oettel der erste Geflügeltzuchtverein Europas gegründet wurde, ging von ihm eine Losung aus: „Züchte wahr- sei wahrhaftig- züchte echt“. Dies soll auch unsere Richtschnur sein; wahr zu züchten, wahrhaftig zu sein und echt zu züchten sind unrevidierbare Gebote, die jeder Einzelne und die Gesamtheit der Halter und Züchter von Tieren sich auferlegen und unerlässlich befolgen sollte, um Natur- und Kulturgut zu erhalten.
Also viel Spaß beim Schmökern und Verinnerlichen.

Gesamteindruck: Hochaufgerichtetes,…, kleines Kampfhuhn,( … )
Ko Shamos unterscheiden sich für jeden Laien erkenntlich von allen anderen Rassetypen absolut in Form und Typ (Figur und Haltung),selbst unter den Kämpfertypen, die für gewöhnlich schon sehr gewöhnungsbedürftig anzuschauen sind. Um diese Ansammlung von Merkmalen zu veranschaulichen, stellen wir uns diese Rasse vor unserem geistigen Auge vor und lösen diese Form in eine Ansammlung von Vektoren verschiedener Längen mit ihren Schnittpunkten auf; es ergibt sich sich in der Hauptsache eine lotrechte Form mit einer Drittelung durch die Elemente Hals, Rumpf und Bein. Diese stark vereinfache Darstellung erlaubt uns den Zusammenhang zwischen Muskulatur und deren Ansatzpunkten am Skelett und deren phänotypische Ausprägung verständlich merken zu lassen. Hier heißt es: Stimmt der Skelettaufbau nur unzureichend, so ist der Muskelfaseransatz (damit die gesamte Gewebestruktur) verlagert und so fehlt es (meist)an der typischen steil-durchgedrückten Haltung. Als Beispiel: Stellen wir uns nun Ringe mit verschiedener Größe, als umschließende Dimension um diese Lotrechte vor, packen Muskulatur (und aus nichts anderem besteht ein Ko Shamo) in diese und verschieben wahllos einzelne Elemente in Länge, Breite, oder beidem, so stellen wir fest, dass sich zugleich auch ein anderer Teil (im Vektor) mitverlagert/-ändert wird. Es muss also immer ein ausgewogenes Verhältnis gehalten werden, da Verschiebungen des Schnitts leider nicht intermediär so rückgezüchtet werden können, wie man dies gerne sehen würde.

Kopf: groß; breit; Schädel über den Augen hervortretend; mit ausgeprägten, nach hinten offenen Augenwülsten; Hinterkopf gut gerundet.Der Kopf als höchster Punkt springt förmlich ins Auge, da hier mehrere interessante Merkmale aufeinander treffen, wie sie nur noch beim Yamato Gunkei zu finden sind, die sich hier jedoch weniger ausgeprägt darstellen. Er bildet sich aus Schädel, Kamm, Gesicht, Auge, Schnabel, Ohr-/Kehllappen und Kehlwamme.
Der Schädel muss kurz sein und seine größte Ausdehnung am Schädeldach finden, andere Verhältnisse sind abzulehnen. Ansitzend finden wir den sog. Walnusskamm, ein meines Erachtens Sahnehäubchen auf jedem Tier. Zur Beschreibung erlaube ich mir aus der Rassebeschreibung des SV Ko Shamo zitieren, da diese die leicht vermittelbarste scheint, ich zitiere:

“Man nehme eine Walnuss und trenne sie an der Sollbruchstelle durch, so dass man zwei gleiche Hälften erhält. Legt man nun die halbe Walnuss auf die offene Seite, so hat man im Prinzip schon das Idealbild eines Walnusskammes vor sich liegen. Der Kamm ist in der Draufsicht dickbauchig oval mit schnabelseits etwas spitzerem Ende. Von den Seitenansichten her ist das Kammgebilde allseits gut abgerundet, eben wie bei einer halben Walnuss.“
Diese Kammform birgt einige genetische Finessen: Als Beispiel – Kreuzt man Rosen- mit Erbsenkamm, fallen in der ersten Filialgeneration (F1) nur Walnusskämme aus, die, untereinander verpaart, sich ab F3 in einen Verhältnis von 9:3:3:1 (Walnuss-, Rosen-, Erbsen- und Wulstkamm) wiederfinden. Genetischer Ursprung aller Formen bildet der Wulstkamm in seiner Urform. Er ist nicht modelliert, also unvollkommen in seiner Glättung und weist damit sowohl Strukturen von Perlung und Reihigkeit auf. So ist verständlich, dass sich die Allele für die Ausbildung des Walnusskamm (wie auch z.B. die für den Einfachkamm) rezessiv (untergeordnet) zu anderen Kammformen verhalten. Der Kamm des 1,0 sollte seitlich,in der Aufsicht, eine Idee vor den Augenbrauenwülsten abschließen, eine breitere Basis ist von Nachteil zu erachten. Dickbauchig-oval will bedeuten, dass der Kamm als Ganzes in ein harmonisches Verhältnis von Länge und Breite zu setzen ist, es dürfen keine Einzelmerkmale des Kamms (wie Mittelsteg, Ansatz, usw.) hervorstechen; Es bedarf einiger Generationen der Pflege und ist mit kritischem Auge zu betrachten (und hier gilt: Vier Augen sehen mehr, als zwei, oder: in manchen Fällen hat der Preisrichter doch das neutrale Auge, um den Zuchtstand zu wahren…). Abgesehen von der Form setzt die Struktur die restlichen Argumente, die zur beschriebenen Harmonie beitragen; sie ist (gleichmäßig) zerfurcht, fast glatt, oder feinperlig abschließend. Sowohl die glatte Struktur, als auch die Feinperlung sind als gleichwertig zu erachten. Für den Kamm der 0,1 gelten die gleichen hohen Ansprüche, wie beim männlichen Vertreter, er ist jedoch wesentlich kleiner. Er muss jedoch fein strukturiert, ohne periphäre Dellenbildung, frei von Ansätzen zur Dreireihigkeit und nicht zu klein sein, um eine ansprechende Größe in der F1 zu generieren.

Gesicht: groß; fleischig; rot; wenig befiedert.
Das Gesicht soll eine große Ausdehnung am Kopf finden und gut durchblutet sein. Die mächtigen Augenbrauenwülste, als Zentrum des Gesichtes, springen dem Betrachter förmlich an. Sie umfließen, mit breiter Gewebestruktur und harter -textur, das Auge und enden leicht geschwungen dahinter, ohne sich jedoch mit dem unteren Wulst zu vereinigen. Im Verlauf enden sie kurz und parallel – der Yamato Gunkei als Gegenbeispiel trägt dieses Merkmal möglichst opulent und geschlossen zu Tage. Eine fehlende Ausprägung, oder ein Umschließen enden in der Bewertung in ein Gustav(g).

Schnabel: kurz und kräftig; gut gebogen.

Aus dem Schädel ragt der kräftige Schnabel. Diejenigen, die gerne mit ihren Lieblingen spielen, können mir beipflichten, wenn ich sage, dass ein Gefecht mit diesem Schnabel schmerzhafte Blessuren auf den Händen verursacht, wenn der Hahn hackt… Der Oberschnabel muss aus dem Schädel stark gebogen hervortreten und in seiner Basis eine enorme Stärke aufweisen, andere Formen sind abzulehnen, weil sie die Gesichts-züge optisch begradigen und dadurch einen längeren Kopftyp erscheinen lassen. Die Schnabelfarbe spielt eine leicht untergeordnete Rolle, ich möchte jedoch anmerken, dass Eumelanineinlagerungen in Schnabel, oder -basis (Ausnahme bildet die Schnabelbohne) Hinweis auf Vererbung von immer dunkleren Beinen sein können, da der Verhinderungsfaktor V, der für die Schwarzaußbreitung verantwortlich ist, sich subsumiert. (Vererbung des Farbfaktors/Verhinderungsfaktors nach Friedrich Regenstein).

Ohrlappen: gut entwickelt; rot.
Die Ohrlappen sind kräftig und faltig entwickelt, gut durchblutet und verwachsen in einem, dem Halsformtypen angeglichenen Winkel. Weiße Einlagerungen sollten vermieden werden, da sie zur Herabsetzung der Note führt.

Kehllappen: sehr klein; wenig ausgebildet; die Kehlwamme nicht überragend.
Die Kehllappen müssen ein Minimum an Ausprägung erreichen; fehlende Parallelität führt zum Ausschlussfehler.Hierbei ist jedoch in der Zuchststammzusammenstellung zu beachten, das keine Kehllappen zu einem Größenverlust im Kamm führen kann, oder die Gesichtsstruktur reduziert.

Kehlwamme: ausgeprägt; insbesondere bei Alttieren; rot.
Die stark durchblutete Kehlwamme soll sichtbar hervortreten und so weit, als möglich am Schnabel ansetzen, bei Alttieren muss sie groß sein, anderes führt zur Abstufung.

Augen: groß; perlfarbig; gelblich bis orange bei Jungtieren gestattet.
Aus dem eben beschriebenen Gesicht sticht nun ein scharfer Blick, der Ursprung das Auge. Es muss groß veranlagt sein, um mit den anderen Kopfpunkten konkurrieren zu können. Der Standard beschreibt das perlfarbige Auge – und hier scheiden sich oft die Geister. In einem stimmen jedoch alle überein: Bei Alttieren ist nur ein perlfarbiges Auge akzeptabel. Ist die Augenfarbe beim Jungtier der einzig zu äußernde Wunsch, so sei ein vorzüglich nicht kategorisch auszuschließen. Hier kommt es dann aber auf das Fingerspitzengefühl des Richters (und eine gute Lupe) an, zu erkennen, ob eine Aufhellung folgt, oder nicht. Dann muss sie aber auf beiden Seiten gleich ausgeprägt anzutreffen sein. Ich weiß, dass dies ein pikantes Thema ist, da aber die Bewertung des Auges nur 1% der Gesamtnote ausmacht, ist es dann doch von eher nachrangiger Natur zu erachten, nichtsdestotrotz ist das perlfarbige Auge meines Erachtens als vollkommen anzustreben, da es in besonderer Weise zum aggressiven Blick des Ko Shamo beiträgt.

Hals: lang; oben kräftig und leicht gebogen; zum Körper hin etwas schmaler werdend; fast senkrecht getragen; der Behang ist kurz und reicht nach vorne, bis an die Kehlwamme.
Der Schädel sitzt dem Hals auf, der lang, schmal und mit, dem Verhältnis angepassten, Ausbreitungsdimensionen. Optisch wirkt in der Schädelbasis der Hals am breitesten, er sollte das besagte Drittel des Körpers ausmachen. Wenn man auf den Großschauen jedoch die Typen betrachtet, so stellt man, unabhängig von der Farbe und bei gleicher Konstitution, fest, dass die positivere Bewertung auf Tiere fällt, die eine Idee länger in dieser Ausprägung sind, was die Eleganz hervorhebt. Wie eingangs beschrieben unterscheiden wir zwei Charakteristiken von Halsform, den geraden, leicht hervorstehenden und den s-förmigen Halsverlauf. Diese sind als absolut gleich zu setzen und sollten nicht Grundlage für eine jeweilige Abwertung sein, wenn sie ansonsten der Beschreibung entsprechen, züchterische Aussprachen hierüber sind meist unnötig.

Rumpf: breit, aufgerichtet getragen; nach hinten verjüngt; knapp befiedert.
Unter dem eleganten Hals sitzt der Rumpf, der kurz, breit und wie der eines Bodybuilders anzusehen sein muss, der wie Atlas seine Statur zur Schau stellt. In der Taille sich verjüngend läuft er in den Schwanz über und muss möglichst kurz gehalten werden. Hierbei sollte bei der Selektion darauf geachtet werden, wenn genügend Material zur Verfügung steht, ist jedoch den Haltungsmerkmalen (noch) unterzuordnen. In der Handbewertung muss sich dieser erste Eindruck insofern widerspiegeln, als dass die überstarke Bemuskelung schwer in der Hand liegt,fühlbare knöchernde Strukturen, sind abzulehnen.
Brust: breit und voll; nach vorne und zum Flügelbug gut gerundet; straff bemuskelt; durch die knappe Befiederung tritt das Brustbein nackt und rotleuchtend hervor.
Dem ist als solches nichts hinzufügen. In der Handbewertung muss sie schwer und voll vorliegen. Fehlt die Wölbung, ist sie also zu wenig bemuskelt, oder zu wenig gehoben, ist dies kein Ausgangsmaterial für eine hervorragende Form. Auf die knappe Befiederung möchte ich unter dem Punkt Gefieder eingehen.

Bauch: straff; knapp entwickelt und wenig hervortretend.
Dieser Teil ist meist wenig beachtet, oder beschrieben, dabei ist seine Ausprägung (oder eher Nichtausprägung) ein wesentlicher Indikator für die Ausprägung der darüber liegenden Brust. Weiche Bäuche, wie auch “Rettungsringe“ lassen sie weniger vorgewölbt erscheinen und sind abzulehnen. Hier spielt die Federlänge und -beschaffenheit ebenfalls eine nicht untergeordnete Rolle.

Schultern: breit; nach außen deutlich hervorstehend; in Verbindung mit der markanten Rückenpartie wird von Schulter zu Schulter eine quer verlaufende 5-Bogen-Linie erkennbar.
Dieses Charakteristikum eröffnet sich dem Betrachter meist erst wirklich, wenn der Hahn zu seinem Imponiergehabe ansetzt und sich formschön im Käfig rüttelnd dreht und nimmt in der Bewertung einen hohen Stellenwert ein. Die beschriebene 5-Bogen-Linie setzt sich aus je zwei Wölbungen der Flügel und Oberarme, sowie einer des Rückens zusammen. Junghähne, die dieses Merkmal aufweisen, sind in der Zucht besonders wertvoll und waren in den Anfängen dieser Rasse in Deutschland Voraussetzung, wurden jedoch insofern revidiert, als dass das Merkmal erst bei adulten Tieren auftreten muss. Hier sind alle dazu angehalten, diese Ausprägung bei Jungtieren durchweg zeigen zu lassen (im Heimatland ist dieses Merkmal bei Jungtieren durchaus etabliert). In der Rückenansicht verlaufen die Flügel vom Bug her v-förmig und enden hart am Sattelbehang, parallele Flügel sind jedoch statthaft. Bei Zucht in die v-Form (und die damit verbundene Schulterung) muss der Züchter beachten, dass der Flügelbug nicht nach innen drückt. Die Haltung der Schultern liest sich am besten in der Linie der Schwinge von der Rückenmitte her ab. Wie sie auch verläuft, so darf niemals ein Abweichen von einer Geraden erkennbar sein, was, wenn es im oberen Drittel situiert ist, zu diesem Einknicken führt, dass dann, wie auch runde Schulterung zu Abwertung führt.

Flügel: kurz und kräftig; deutlich abgesetzter Flügelbug; fest anliegend getragen; durch die knappe Befiederung ist der Flügel zwischen Hand- und Armschwinge offen.
Zur Ausbildung der Bogenlinie sind kurze und kräftige Flügel Voraussetzung. Sie sind dem Rumpf angesetzt und sind angezogen stark eckig und abstehend, es wurden zur Vertiefung mehrmals Chibi herein gezüchtet, um noch mehr Breite unterzubringen. Eine kurze Hand- und Armschwinge lässt den Flügel kürzer und somit den Stand noch aufrechter wirken. Sie müssen jedoch lang genug sein, um nicht auf dem Rücken auf zu liegen, oder sich den Schenkeln anzunähern.

Rücken: breit; mittellang; gerade; zum Schwanz hin stark abfallend und schmaler werdend.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Der Rücken muss in der Proportionalität das Bindeglied zwischen der starken Schulterpartie und dem schmalen Schwanz bilden und sich fließend einbinden. Zu viel “drückt“ die Haltung vor, zu wenig schafft keine Basis für die Schulter.

Sattel: kurz und knapp befiedert.
>>>Siehe Gefieder<<<

Schwanz: kurz; gesenkt getragen; die Hauptsicheln leicht nach unten gebogen; die unteren zwei bis drei Steuerfedern sind nach oben gebogen und ragen seitlich etwas heraus.
Abgesehen von den Yamato Gunkei weist der Ko Shamo als einziger Vertreter den sog. Garnelenschwanz auf; er bildet sich aus kurzen, nach oben gebogenen Steuerfedern (Garnelenfedern), die die nach unten gebogenen Hauptsicheln umfassen. Hierbei sollen die Steuerfedern so knapp als möglich ausfallen, um der Beschreibung “kurz“ zu genügen, wobei der Schwanzaufbau lückenlos sein muss. Ist dies nicht der Fall darf nur “im Schwanzaufbau unfertig“ auf der Bewertungskarte erscheinen. Aus Biegung und Länge der Garnelen heraus lassen sich Rückschlüsse auf die Vererbung der Federlänge am gesamten Körper in der F1 ableiten.

Schenkel: gut mittellang; sehr muskulös und stark hervortretend.
Die Schenkel ergänzen nach unten hin die muskulöse Form des Ko Shamo und dürfen in ihrer Ausprägung dem Rest des Körpers in keiner Weise nach stehen. Gehen wir wieder zu unserem Beispiel des Vektorkörpers zurück, so sehen wir, wie sehr sich die Schenkel auf die Haltung auswirken. Je gestreckter und stabiler im Stand, desto mehr kann der Hahn sein Imponiergehabe präsentieren. Der Schenkel ähnelt dem eines Bodybuilders, wobei er bei weitem nicht klobig, sonder einer Staue, oder Säule gleich geformt sein soll. Die Kniegelenke sind aufgrund der wuchtigen Form und des durchgedrückten Standes nur leicht gewinkelt.

Läufe: mittellang; gerade; mehrreihige und feine Schuppenbildung bis an die Zehenansätze reichend; kantig erscheidend.
Längere und gerade Läufe lassen beide Geschlechter eher zur Senkrechten streben, alles andere ist abzulehnen, um das Tier nicht zu flach erscheinen zu lassen. Die Henne soll möglichst steil anstehen, damit nicht in der F1 Hähne entstehen, die gen Waagerechte
streben(können).

Und wieder ein besonderes Merkmal: 4 Schuppenreihen, statt üblicherweise 2. Sie sind klein und kantig; die äußeren Reihen winkeln sich ab. Eine Schuppe für sich betrachtet beschreibt eine Art “harter Tropfen“: Nach oben hin verjüngend bilden sie in Reihe gesehen eine gleichmäßige Schuppung bilden, so dass der Eindruck eines Schuppenpanzers entsteht. Eine hochfeine Zucht erkennt man daran, dass bei beiden Geschlechtern diese Schuppen sich bis ins Kniegelenk einschieben. Auf eine Verringerung der Schuppendichte ist Augenmerk zu legen, um seine (Rotations)zucht in stabilen Bahnen zu halten.

Zehen: kurz; kräftig; gut gespreizt und gerade.
Auch wenn diese Beschreibung kurz ist, so ist sie genauso wichtig, wie die Haltung. Tiere mit hoch feinen Haltungsmerkmalen drücken sich derart durch, dass sie (bestenfalls im Anblick des Richters) auf ihren Zehen stehen, um noch gerader zu werden. Der Hinweis “gut gespreizt“ weist darauf hin: Tiere mit fehlender Spreizung stehen auch breiter, um die Haltung aufzunehmen; zu lange Zehen sorgen für Zittern im Trippelstand, der Hahn kann sich nicht adäquat durchdrücken.

Gefieder: kurz; hart; sehr knapp und fest anliegend.
Typisch für alle Kämpfer ist die kurze und harte Feder, bei gleichzeitige reduzierter Flaumfederbildung. Der Begriff “harte Feder“ bezieht sich auf alle Federn – der Züchter muss hier genaues Augenmerk halten. Im Ko Shamo subsumieren sich diese Merkmale besonders stark. Die geforderte Länge (hier eher -kürze) läuft mit freiliegenden Gebieten einher, namentlich Brustbein, Schulterrosen und Kloake. Ein alter Ko Shamo Hahn sieht dementsprechend gerupft aus, da sich hier auch die Befiederung der Schenkelinnenseite und der Halsvorderseite stark reduziert und sich der Rest auch langsam lichtet. Die freien Hautflächen sollen dick und lederartig sein, bei der Henne sind sie zarter situiert. Das Halsgefieder muss kurz sein und zwei Finger breit vor dem Rumpfübergang enden, um die Bedingung des größten Durchmessers am Kopfansatz zu erfüllen. Zu lange Federn wirken sich negativ auf die Eleganz des Halses aus. In der Selektion sind Tiere, Form und Typ vorausgesetzt, mit knappem Halsbehang zu wählen, um die Körperbefiederung insgesamt so kurz als möglich zu halten. Das gleiche gilt für das schwertförmige Sattelgefieder. So kurz als möglich stellt sich in der Profilbetrachtung als gegen das Mantelgefieder scharf abgrenzend dar; das Sattelgefieder darf nicht überragen. Für die Zuchtzusammenstellung kann man zusammenfassend sagen, dass Hähne mit möglichst kurzem Halsbehang und Hennen mit einem federfreien Gebiet (etwa 1€ groß) um die Kloake die besten Voraussetzungen für eine stabile Basis bilden.

Gesamteindruck: ( … ), sehr lebhaftes, kleines Kampfhuhn, ( … )
Neben Form und Haltung, die sich dem Laienbetrachter intuitiv erschließen, kommt dem Verhalten eine immense Rolle zu. Anders als bei anderen Rassen, die keine Kämpfer sind, bleiben die Hähne an Ort und Stelle. Im Käfig betrachtet nimmt er sofort Haltung an und trippelt auf der Stelle, am Boden imponiert er durch einen Trippeltanz und schlägt die Flügel aneinander. Er wird nie flüchten, eher den Betrachter als seine Henne, oder seinen Feind betrachten; entweder ist es herrlich anzusehen, oder es wird schmerzfaft (was meist der Fall während der Legeperiode ist, wenn der Hahn seine Henne verteidigt). Leider wird dieses Merkmal oft vernachlässigt. Hier muss nachgesteuert werden, um dieses außer-gewöhnliche Merkmal zu erhalten.

Allgemeines
Der Ko Shamo stellt keine nennenswerte Ansprüche an seine Unterbringung und ist auch für Züchter mit wenig Platz geeignet, was nicht heißt, dass ein Umzugskarton reicht. Eine übliche Box hat die Größe von 100x80x80 cm, verfügt über Einstreu, Sandbad und eine Sitzstange (Neigung um 15°, mit Blick zur aufgehenden Sonne), freie Ausläufe werden natürlich auch gerne genommen. Um eine gute Befruchtung und Eiablage zu fördern bietet sich eine 1,1-Haltung als die beste Variante an. Ein weiterer Vorteil: Der Züchter kann direkt die intermediäre Vererbung in der Nachzucht ablesen und so gesteuert auf eine Zusammenführung der Merkmale einzelner Linien hinarbeiten. Des weiteren sind die Hähne noch mehr um ihr Verhalten bemüht, um als potente Partner von der Henne akzeptiert zu werden. Stammbildungen mehr als 1,2 sind eher von Nachteil, da die Hennen untereinander sehr zänkich sind, umso mehr, wenn es auf die Brutsaison zugeht und man neue 0,1 in den bestehenden Verband einbringen möchte. Kommt es zur Eiablage, so reicht diese aus, um genügend Nachzucht zu generieren, dass man selektieren kann (unter der Voraussetzung einer feinen Zucht), im Vergleich zu anderen Rassen zeigen die Ko Shamo jedoch eine eher schlechte Befruchtung und Eierleistung. Für eine frühe Ablage ist ein frostsicherer Raum von Vorteil, vitale Tiere haben jedoch auch mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt keine Probleme, obwohl es sich bei wertvollen Hähnen (es sind ja Tiere mit möglichst harter und kurzer Feder) eher nicht empfiehlt. Sollte dies doch der Fall sein, lässt die Befruchtung auf sich warten… Für die Nachzucht gilt: Hähne zeitig brüten, damit sie genügend Zeit zum Wachstum, vor allem Kopfpunkte und Schulterung, haben (Schlupf im Januar, Hennen dürfen ruhig jünger sein, damit sie zur Ausstellung nicht schon verblüht sind (Schlupf Anfang März). Der Züchter soll jedoch nicht den Kopf hängen lassen, wenn es mit der Befruchtung nicht klappt, sondern so viele Tiere, als möglich großziehen (gegen einen Schlupf bis in den Mai spricht nichts). So ist zumindest ein “Angriff“ im nächsten Jahr gewährleistet. Die Kükenaufzucht gestaltet sich, in den Zeiten von guten Impfungen (Stichwort Kokzidiose), als stabil, bedarf jedoch, aufgrund des Gefiederaufbaus, reichlicher Wärme, sauberen und zugdichten Stallungen. Die geschlechtstypischen Verhaltensweisen der Hähnchen bilden sich schon früh aus. Ab diesem Moment empfiehlt es sich auch die Geschlechter zu trennen, um gezielt füttern zu können und die Hatz auf die Hennen zu verhindern. Die Fütterung sollte ausgewogen sein, muss aber auf einen Muskelaufbau ausgelegt sein: Bodybuilder z.B. fressen sich Masse an, um diese dann zu entwässern und auszuformen. Eine Gabe von tierischem Eiweiß und Knochenbildnern, mit anschließender Reduktion dieser (bei Erreichen der gewünschten Muskulatur) ist eine gängige Methode. Aber: Wie bei allen Rassen bewirkt eine übertriebene Fütterung mit z.B. Eiweiß einen Stresszustand im Wachstum des Gefieders, es entstehen unregelmäßige Felder von fehlender Farbe, Verdünnung, oder Andersfarbigkeit; Schilf, Flecken, oder stumpfe Farbfelder können als Folge entstehen.


Gamefowl-Info von Andreas Schrammen

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