Weil man dann und wann Einen Braten essen kann

Mancher gibt sich viele Müh‘
Mit dem lieben Federvieh;
Einesteils der Eier wegen,
Welche diese Vögel legen;
Zweitens: Weil man dann und wann
Einen Braten essen kann;

Drittens aber nimmt man auch
Ihre Federn zum Gebrauch
In die Kissen und die Pfühle,
Denn man liegt nicht gerne kühle.
(Wilhelm Busch 1865)

Der Gedanke, Kampfhühner als Hühnerfleisch zu betrachten und statt einer traditionellen Weihnachtsgans zu verspeisen, passt nicht wirklich zu meinem Verständnis von Kampfhühnerzucht. Dabei wird der Verzehr von Shamo-Fleisch als eine ausgesprochene Delikatesse von japanischen Gourmets gepriesen und verleiht natürlich Gesundheit, Kraft, sowie Erfolg im Business (Kampfhühnerzucht?).

Shamo-Fleisch gibt’s auch hübsch abgepackt im Supermarkt:

shamo-fleisch

(Bildnachweis: Dank an Werner Lamkemeyer – Gamefowl-Info – für dieses Bild.)

Ich verspüre keinen Appetit, aber: Würde oder hat jemand von euch schon mal (s)ein zartes Kampfhuhn gegessen?

3 Gedanken zu „Weil man dann und wann Einen Braten essen kann“

  1. Bezüglich Kampfhuhnlinien-Einfluß auf Hähnchenfleischerzeugnisse in der heutigen Zeit:
    Malaien wurden zur Erzüchtung und Selektion der Cornish (Indische Kämpfer) verwendet. Anschließend wurde das Genpotenzial der Cornish genutzt, um die heutigen „Broiler“ (Brathähnchen) zu erzüchten. Auch alle Legehühner und Rassehühner mit gelbem Laufpigment sowie Wulstkamm/Rosenkamm, rotem Ohrlappenpigment und der Winterlegetätigkeit stammen von den Malaien ab seit mehreren Einfuhren aus Indien/Pakistan in den Zeiträumen 1570 bis 1834 sowie in der heutigen Zeit.
    Orientalische Kampfhühner werden in alten Kampfhuhnbüchern empfohlen wegen des guten Geschmacks und vollwertigen Fleisches. Auch das erstklassige Tafelei der orientalischen Kämpfer wird gelobt.
    Als Malaienzüchter kann ich das bestätigen. Am liebsten esse ich Malaien und deren Eier!
    Guten Appetit!
    Werner

  2. Hy hab selber ein paar Jahre mich alsKampfhuhn-züchter versucht.
    Hatte Altenglische Kämper Silberhalsig.
    Deren blassgelben Eier haben meine Nachbarn gern den Supermarkteiern vorgezogen, hab nur weizen gefütter!

    Meine Hühner als Braten und Kochgericht fand leider nicht so viel
    Anklang, wegen der zu langen Garzeit und zu großem Energieverbrauch.
    Wie haben das denn unsere Altvorderen mit der Ofenfeuerung gemacht?
    Und wie machst Du das heute ?

    Gib mir mal den richtigen Tipp.

    Diese pfantastische feste Muskelfleich von Brust und Schenkel,

    der reinste Wahnsinn, sättigt sehr schnell, im Gegensatz zu den

    Broilererzeugnissen.

    Sind ja auch kaum Geschlechtsreif schon werden Sie geschlachted.

    Fritz Raddatz

  3. In Thailand werden in ländlichen Gegenden hauptsächlich Kampfhürner zubereitet. Das Fleisch ist viel schmackhafter als das von Masthühnern und wenn sie nicht älter als 5 Monate sind dann geben sie zarte lekere Grillhänchen ab.

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